Berlin/Ratingen. Am 13. Januar 2004 sind in Berlin die Axel Springer Passage und die Ullstein-Halle unter starker Beachtung der Öffentlichkeit eingeweiht worden. Beide Neubauten ergänzen das bereits 1959 errichtete Verlagsgebäude und das 1992 erstellte Hochhaus zu einem schlüssigen Ensemble.
Die neue Passage umfasst 37.000 qm Büro- und 7.000 qm Ladenfläche. Im öffentlich zugänglichen Bereich sind drei Restaurants, Einzelhandels-Geschäfte, Arztpraxen und ein Kabarett untergebracht. Den Übergang zwischen Passage und Hochhäusern bildet die ebenfalls neue Ullstein-Halle, die mit 1.350 qm Grundfläche für vielfältige Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Besuchern geplant worden ist. Für die Entwicklung zeichnet das Londoner Architekturbüro Renton, Howard, Wood, Levin Partnership (RHWL) verantwortlich. Die gesamten Baukosten beliefen sich auf 175 Mio. Euro.
Die Gestaltung der Passage orientierte sich an der klassischen Hoffolge der Berliner Architektur. Insgesamt acht Höfe mit gegeneinander verschobenen Achsen sind so entstanden. Die Aufteilung der Büroetagen sichert ein hohes Maß an flexibler Nutzbarkeit.
Den unterschiedlichen Bedarfssituationen trägt auch das Sanitärkonzept konsequent Rechnung. Die Nutzungsbreite reicht von kleinen Toilettenanlagen in Büros und Arztpraxen bis zu den Großanlagen der Veranstaltungshalle. Die Sanitär-Planung lag bei Manfred Schulz von der Ingenieurgesellschaft Ridder und Meyn (Berlin): „Es konnten keine Lösungen von der Stange eingesetzt werden. Für jede einzelne Einheit musste ein Ansatz entwickelt werden, der dem jeweiligen Bedarf gerecht wird.“
Bauherr, Architekten und Planer entschieden sich für Sanitärprodukte von Keramag. So sind die Waschräume mit Waschtischen der Serie „Preciosa“ ausgestattet worden, die seit der Markteinführung vor 35 Jahren eine beachtliche Produktkarriere zum zeitlos-attraktiven Design-Klassiker absolviert hat. Auch international hat die als „Bekenntnis zur klaren Form“ geschätzte Formensprache, die durch die Kombination von rechteckiger Silhouette mit kreisrundem Becken geprägt ist, längst Anerkennung gefunden. In den Toilettenbereichen wurden insgesamt 500 wandhängende WCs der Serie „Renova Nr. 1“ installiert, die sich seit Jahren als meist ausgeschriebenes Sanitärkeramik-Programm in öffentlichen und gewerblichen Sektoren durchgesetzt hat. Dazu hat auch die problemlose Wiederbeschaffbarkeit beigetragen, die sich in einer zehnjährigen Nachkaufgarantie manifestiert.
Die 23 Sanitärräume der Ullstein-Halle sind mit Urinalen der Serie „Aller“ samt Schamtrennwänden ausgerüstet worden, die lediglich zwei Liter Wasser pro Spülvorgang verbrauchen. Das patentierte Schnellbefestigungssystem „Kerafix“ sicherte kurze Montagezeiten. Für Rollstuhlfahrer wurden in der Passage barrierefreie Sanitärräume (nach DIN 18024, Teil 2) eingerichtet. Hier kam die Keramag-Serie „Vitalis“ in Form von speziellen Wand-WCs und Waschtischen zum Einsatz, die auch mobilitätseingeschränkten Menschen eine eigenständige Nutzung ermöglicht.
(2004)