deutsch   english   francais   nederlands
Pressemitteilung vom 17.11.2005
 
Wassersparende Sanitärtechnik konsequent nutzen

Fachtagung bei Stitz in Hamburg

Information von Fachleuten aus dem Bereich Haustechnik über neue Wasserspartechniken / Förderprogramme der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt / Ressourcenschutz und Senkung der Betriebskosten / 27% des Wasserverbrauchs entstehen durch WC’s / Großes Einsparpotential / Wasserspar-WC’s reduzieren Wasserverbrauch für die Spülung um 25% / Begrenzung des Sperrwasservolumens bei „Renova Nr. 1“ sowie Optimierung von Strömungsverhalten und Wasserwechsel / 4,5-Liter-WC und Zwei-Mengen-Spülkästen / Insgesamt 3,7 Mio. Liter Einsparung bei 300 WC-Anlagen im öffentlichen Bereich / Wasserloses Urinal „Centaurus“ am Hamburger Hauptbahnhof bewährt /
 
Hamburg/Ratingen. Wassersparen ist längst zu einer Maxime der Umweltpolitik geworden. Seit Jahren nimmt hier die Hansestadt Hamburg die Vorreiterrolle beim Einsatz wassersparender Technologien ein. Um den wachsenden Informationsbedarf in diesem Bereich zu decken, veranstaltete die zur GC-Gruppe gehörende Hermann Stitz & Co. KG an ihrem Firmensitz in Barsbüttel ein Fachkolloquium, an dem 40 Vertreter aus Handwerk, Gebäudemanagement und Planung teilnahmen.
 
Dr. Günter Tamm von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt berichtete dabei über das seit 2001 bestehende Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“. Es unterstützt und fördert Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung in Hamburger Betrieben. Dadurch würden, so Tamm, mittlerweile jährlich 417.000 m³ Trinkwasser eingespart. Für die beteiligten Unternehmen ergebe sich daraus eine echte Win-win-Situation, da sie zum einen den Umweltschutz unterstützen und gleichzeitig ihre Betriebskosten senken.
 
Nicht nur in öffentlichen und gewerblichen Objekten, sondern auch in privaten Haushalten kann eine Menge Wasser eingespart werden, wie Dr. Ronald Herkt vom Sanitärkeramikhersteller Keramag betonte: „Allein 27% des Wasserverbrauchs in Deutschland entfallen auf die Toilettenspülung. Hier lassen sich durch den Einsatz moderner 4,5 Liter-WC’s mindestens 25% der Kosten sparen.“ Dazu ständen beispielsweise in der Serie „Renova Nr. 1“ fünf verschiedene WC-Typen zur Verfügung. Um einen besonders sparsamen Verbrauch zu erzielen, sei das Sperrwasservolumen auf 1,1 Liter begrenzt sowie das Strömungsverhalten und der Wasserwechsel innerhalb der WC‘s optimiert worden. Gleichzeitig sorge auch hier, wie bei allen WC’s der „Renova“-Serie, ein Spülwasserverteiler aus Kunststoff für ein gleichmäßig gutes Ausspülverhalten.
 
In Hamburgs öffentlichen Gebäuden sind im Laufe der vergangenen Jahre in rund 300 WC-Anlagen die herkömmlichen WC’s gegen Modelle mit 4,5-Liter-Spülung und Zwei-Mengen-Spülkästen ausgetauscht worden. „Dadurch konnten wir insgesamt 3,7 Mio. Liter Trinkwasser und pro Jahr etwa 15.000 Euro einsparen“, betonte Peter Koslowski von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Beträchtliche Wassereinsparungen können nach Angaben von Dr. Herkt auch durch den Einsatz von wasserlosen Urinalen realisiert werden. So funktionierten die „Centaurus“-Urinale vollkommen ohne Chemie und Strom. Der LGA-geprüfte Geruchsverschluss lasse selbst kleinste Flüssigkeitsmengen passieren und sorge gleichzeitig dafür, dass keine Kanalgase aus den Abwasserleitungen aufsteigen könnten.
 
Von einigen Teilnehmern geäußerte Bedenken hinsichtlich einer eventuell möglichen Geruchsbelästigung konnten von dem Vertreter der Umwelt-Behörde aufgrund der Erfahrungen in der Praxis restlos zerstreut werden. Seit mehr als zwei Jahren betreibt die Behörde u.a. am Hamburger Hauptbahnhof eine stark frequentierte öffentliche Sanitäranlage mit diesen Urinalen – ohne jegliche Beanstandungen.
 
Am Ende der Tagung waren sich Experten und Gäste darüber einig, dass in deutschen Toiletten noch ein erhebliches Wassereinsparpotential schlummert, das zur Schonung der Ressourcen und Senkung der Betriebskosten konsequent in allen Bereichen genutzt werden sollte.
 

Weitere Informationen:
Keramag Keramische Werke AG, Postfach 10 14 20, 40834 Ratingen,
Tel. (0 21 02) 916-0, Fax (0 21 02) 916-314